Mindset ·

Das Mindset als Schlüssel zum Erfolg

Das Mindset meint die vorherrschenden psychischen Persönlichkeitseigenschaften und Glaubenssätze. Es ist ausschlaggebend, wie wir Entscheidungen treffen. Das eigene Mindset kann somit Booster oder Bremse auf dem Weg zu einem Ziel sein.

Mindset: Was ist das?

Das Mindset ist die mentale Einstellung eines Individuums. Es ist der Prozess, durch den eine Person Wissen und Überzeugungen erwirbt. Die Denkweise kann auch als die Einstellung oder Stimmung einer Person als Reaktion auf äussere Ereignisse definiert werden.

Das Mindset ist sozusagen die Sammlung von Einstellungen, Überzeugungen oder Denkweisen, die eine Person hat. Diese Einstellungen, Überzeugungen und Denkweisen können beeinflussen, wie sich Menschen verhalten und was sie tun.

Mindset Definition

Das Mindset meint die im Vordergrund stehenden psychische Persönlichkeitseigenschaften. Diese Denk- und Verhaltensmuster können auf eine Person, soziale Gruppe oder gesamte Nationen bezogen werden.

Das Wort Mentalität wird oft als Synonym verwendet. Das Mindset ist somit ausschlaggebend, wie Entscheidungen getroffen werden.

Das Mindset ist ein sehr weit gefasster Begriff, er entsteht aus diversen Narrativen, jahrtausendealten alten Annahmen darüber, wie die Welt funktioniert, wer wir als Menschen sind uns was unsere Rolle sein sollte. Das Wort Mindset umfasse viele Aspekte und ist eine Schnittmenge aus all diesen Perspektiven, Haltungen und Ideologien.

  • Denkweise, Denkschule und Gesinnung
  • Einstellung oder Haltung
  • Philosophie und Ideologie
  • Mentalität
  • Orientierung
  • Weltanschauung
  • Religion oder Philosophiesystem

Die richtige Betrachtungsweise zum Wort Mindset einnehmen

Die Geisteshaltung beeinflusst uns bei jeder Entscheidung, die wir treffen, bei jeder Handlung, welche wir vollziehen und bei jedem Ding, welches wir betrachten und bedenken.

Die Denkweise eines Menschen beeinflusst, wie dieser Mensch Dinge betrachtet und bewertet. Demzufolge ergibt sich aus unserer Denkweise unsere gesamte Einstellung zum Leben. Wenn nun jemand denkt, er könnte etwas nicht, dann wird sich diese Tatsache in seinem Denken bei tausenden Entscheidungen durchsetzen und manifestiert sich so zur äusseren Tatsache. Die Einstellung gegenüber allem im Leben gibt vor, wie wir Dinge betrachten, wie wir mit diesen umgehen und welche Schlussforderungen wir zeihen. Unsere Einstellung gegenüber uns selbst gibt vor, wie wir mit der Welt interagieren.

Jeder Mensch hat ein Mindset

Jeder Mensch entwickelt sein Mindset aus all seinen Erfahrungen und Prägungen, welche er in seinem Leben durchlebt. Dazu gehören die positiv und negativ bewerteten Erfahrungen. Aus diesen positiven und negativen Erfahrungen herausentwickelt sich eine Einstellung gegenüber alltäglichen Dingen. Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht das eine Mindset gibt, sondern unterschiedlichste Geisteshaltungen gegenüber unserer Mitwelt und uns selbst.

Das Mindset als Kompass

Der Verstand ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem wir unsere Ziele erreichen können. Es ist ein Werkzeug, mit dem wir die Welt um uns herum verändern und ein Leben für uns selbst schaffen können.

Eine positive Einstellung ist für den Erfolg in jedem Lebensbereich unerlässlich, sei es privat oder beruflich. Eine positive und zielführende Einstellung hilft Dir, Deine Ziele zu erreichen. Um Deine Ziele zu erreichen und im Leben erfolgreich zu sein, brauchst Du für das jeweilige Ziel eine nützliche mentale Einstellung.

Die Denkweise einer Person ist der wichtigste Faktor für ihren Erfolg. Hast Du ein Ziel, brauchst Du ein Mindset, welches es Dir ermöglicht, mit den jeweiligen Herausforderungen und Hindernissen umzugehen. Einen Geist, der sich auf das Ziel konzentrieren kann und sich nicht von anderen Gedanken oder Gefühlen ablenken lässt.

Wenn das Wertesystem eines Menschen gegen den Beruf arbeitet, in welchem eine Person tätig ist, wird diese zwangsläufig um glücklich und frustriert sein. Möglicherweise hat der Mensch Angst vor Veränderung, was aber wieder dazu führt, dass sich nie etwas in seinem Leben ändern wird, ausser der Zufall ergibt es.

Dieser Mensch hätte jedoch die Wahl, sein Mindset zu ändern: Entweder lernt er seine Arbeit zu lieben oder er überwindet die Angst vor der Veränderung, welche einen Berufswechsel bringen würde.

Wie das Mindset entsteht

Das Mindset bildet sich aus verschiedenen Aspekten: Wie wurden wir erzogen? Welche Überzeugungen haben die eigenen Eltern? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Wie haben wir diese Erfahrung bewertet? Was sehen wir als Wahrheit an? Welche Werte sind uns wichtig? Welche Glaubenssätze sind in uns verankert?

Das «zufällige» Mindset

Die meisten Probleme im Leben eines Menschen können mit einer bestimmten Geisteshaltung gelöst werden. Jedoch entsteht die Denkweise der meisten Menschen völlig zufällig und ohne eine bestimmte Aufgabe erfüllen zu müssen oder dem Denkenden bei der Lösung von spezifischen Dingen zu helfen.

Mit anderen Worten: Lässt ein Mensch sein Mindset aus all den Meinungen und Ansichten in seinem Umfeld und seinen Erfahrungen zufällig entstehen, ist dies selten seinen Wünschen dienlich. Daraus lernen wir, möchten wir ein bestimmtes Ziel erreichen, müssen wir unsere Denkweise bzw. unser Mindset für spezifische Dinge entwickeln.

Das «bewusst gepflegte» Mindset

Der Mensch als zur Ratio fähiges Wesen kann seine Denkweise bewusst entwickeln, die Kontrolle über seine Gedanken erlangen und sich nicht vom Zufall steuern lassen. Wenn das Mindset einer Person völlig zufällig entsteht – aus allen Erfahrungen, welche er gemacht hat – wie sollte diese Denkweise den jeweiligen Zielen und Wünschen dienen können? Denn die Wünsche und Vorstellungen entwickeln sich grösstenteils anders als die Erfahrungen, welche ein Mensch in seinem Leben macht.

So muss der Mensch lernen, sein Mindset spezifisch auf die entsprechende Situation anzupassen, um Veränderungen schneller vollziehen zu können.

Fixed Mindset und Growth Mindset nach Carol Dweck

Carol Dweck, eine berühmte Motivationspsychologin und Professorin an der Stanford Universität. Sie forscht darüber, wie Menschen mit Misserfolgen umgehen und was manche dazu veranlasst, unbeirrt Herausforderungen zu suchen, während andere aufgeben.

Ihrer These nach gibt es zwei Formen des Mindsets: das Growth Mindset und das Fixed Mindset. «Growth» ist englisch für Wachstum und wird häufig mit dynamisch und wachstumsorientiert übersetzt. «Fixed» ist englisch für unflexibel und starr.

So zeigten Dwecks Studien beispielsweise, dass Kinder, deren Anstrengungen gelobt worden waren, dazu tendierten, ein Growth Mindset zu entwickeln. Kinder, deren Intelligenz hingegen gelobt wurde, entwickeln wahrscheinlicher ein Fixed Mindset.

Fixed Mindset

Diejenigen, die zur Kategorie des Fixed Mindset gehören, neigen dazu, bestimmte Fähigkeiten als angeboren zu betrachten. Sie beurteilen diese als Talent.

Wenn solche Menschen also bei einer Aufgabe scheitern, die mit dieser bestimmten Fähigkeit verbunden ist, nehmen sie dies hin und führen das Scheitern darauf zurück, dass ihnen die bestimmte Begabung fehlt. Dieses Denkmuster hält an dem Glaubenssatz fest, dass jeder Mensch sich nicht über ein gewisses Mass weiterentwickeln kann.

Veränderungen lösen für Menschen mit einem Fixed Mindset Unsicherheiten und Ängste aus. Ihnen fällt es schwer, sich Dinge oder Gegebenheiten vorzustellen, die sie selbst noch nicht erlebt haben.

Menschen mit einem Fixed Mindset

  • Vermeiden Herausforderungen, befürchten sie Niederlagen oder Versagen
  • können nicht gut mit Niederlagen und neigen dazu, schlechte Verlierer zu sein
  • versuchen, Niederlagen zu verheimlichen
  • sind überzeugt, nur auf einem Gebiet begabt zu sein
  • wiederholen negative Glaubenssätze innerlich häufig

Aussagen von Menschen mit einem Fixed Mindset

  • Ich habe kein Talent dafür.
  • Begabung ist angeboren.
  • Menschen können sich nicht ändern.
  • Ich bin dumm, wenn ich Fehler mache.
  • Wenn es mir zu anstrengend wird, lasse ich es lieber sein.

Wenn Eltern ihren Kindern ein Geschenk machen wollen, ist das Beste, was sie tun können, ihren Kindern beizubringen, Herausforderungen zu lieben, sich von Fehler neugierig machen zu lassen, sich gerne anzustrengen und immer weiterzulernen. Auf diese Weise müssen ihre Kinder nicht zu Sklaven des Lobes werden. Sie werden ihr Leben lang die Möglichkeit haben, ihr eigenes Selbstvertrauen aufzubauen und zu stärken.

Carol S. Dweck

Growth Mindset

Wer zur Kategorie Growth Mindset gehört, ist der festen Überzeugung, dass alles erreichbar ist, solange genügend Einsatz gebracht, trainiert oder gelernt wird. Diese Überzeugung resultiert in einem geringeren Stresslevel und führt gleichzeitig insgesamt zu mehr Erfolg.

Es besteht also die Ansicht, dass durch Lernen die bisherigen Fähigkeiten und Talente weiterentwickelt werden können – in welchem Lebensbereich auch immer. Ein solch agiles Mindset ist die Grundlage, um mit Fehlern umzugehen und gesteckte Ziele zu erreichen.

Menschen mit einem Growth Mindset

  • sind neugierig und wissbegierig
  • sind sich bewusst, dass Anstrengungen nötig sind, um etwas zu erreichen
  • sehen Fehler als Chance, etwas zu lernen und besser zu werden
  • kennen ihre Schwächen genau, arbeiten aber daran
  • lieben Herausforderungen
  • sind offen für neue Erfahrungen
  • strengen sich häufig an
  • haben eine hohe Frustrationstoleranz

Aussagen von Menschen mit einem Growth Mindset

  • Probleme existieren, um sie zu lösen.
  • Wer lange genug probiert, findet eine Lösung.
  • Aus Fehlern kann ich lernen.
  • Übung und Beharrlichkeit führen zum Erfolg.
  • Mir ist beinah alles möglich.

Wir sehen unsere Champions und Idole gerne als Superhelden, die anders als wir geboren wurden. Wir denken nicht gerne an sie als relativ gewöhnliche Menschen, die sich selbst aussergewöhnlich gemacht haben.

Carol Dweck

Die eigene Denkweise erkennen

Möchtest Du herausfinden, wie jemand denkt, höre der Person einfach gut zu. Auch, wenn Du wissen möchtest, wie es um Dein eigenes Mindset bestellt ist. Achte darauf, welche Aussagen die Person zu verschiedenen Themen trifft: Geld, Gesundheit, Beziehungen, Erfolg, Politik, Urteile über die eigene Person etc.

Wie jemand spricht und welche Aussagen diese Person trifft, sagt viel über sein Mindset aus:

  • Welche Sprichwörter verwende ich seit meiner Kindheit?
  • Welche Anekdoten werden über mich in der Familie, unter Freunden und im Business-Kontext erzählt?
  • Welche Ereignisse haben mich geprägt?
  • Welche Menschen haben Einfluss auf mein Verhalten und womit?
  • Was denke ich über mich bei einem Misserfolg?

Mindset ändern: Wie Du Dich auf Deine Ziele programmierst

Wie kann nun ein Mensch seine Denkweise – sein Mindset – positiv beeinflussen und dieses ändern? Dafür gibt es diverse Wege, welche auch sehr abhängig davon sind, was ein Mensch erreichen will. Meist ist es so, dass ein Mensch sein Denken dann ändern will, wenn er merkt, dass er an Grenzen stösst, welche er gern überwinden würde.

Möchtest Du Deine Denk- und Verhaltensweise ändern, muss sich Dein Gehirn aktiv damit beschäftigen. Was Dein Unterbewusstsein gewöhnlich automatisch übernimmt und unbemerkt vonstattengeht, ist beim Ändern des eigenen Mindsets mit viel Achtsamkeit und Aufmerksamkeit verbunden.

Der erste Schritt zum neuen Mindset ist es, sich bewusstzuwerden, welche hinderlichen und negativen Gedanken- sowie Verhaltensmuster Du ändern möchtest.

Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

Albert Einstein

Schritt für Schritt das Mindset ändern

  1. Hinderliche Denkweise aufschreiben – Schreibe nieder, welche Deiner Gedanken Dich besonders stören. Meist handelt es sich um negative Glaubenssätze. Beispiel: «Was ist, wenn meine Kunden das nicht mögen?»
  2. Sekundären Gewinn notieren – Notiere nun, welche Belohnung Du hast, behältst Du dieses Mindset. Etwas kontraintuitiv, doch Du wirst Dein Verhalten nicht ändern können, solang Du von Deinem bisherigen Verhalten etwas hast. Beispiel: «Wenn ich nicht hingehe, muss ich mir keine kritischen Kommentare anhören.»
  3. Triff eine Entscheidung – Eine Entscheidung bedeutet, allen anderen Möglichkeiten zu entsagen. Achte darauf, dass Du klar die Entscheidung triffst und die hinderliche Denkweise wirklich loslässt.
  4. Gegengewicht mit einer Affirmation schaffen – Das Gehirn muss den Teil des alten Mindsets, den Du loslassen möchtest, mit etwas ersetzen. Dafür eignet sich ein positiver Satz in Form einer Affirmation oder Suggestion. «Beispiel: Ich bin ein Geschenk für die Welt.»
  5. Das neue Mindset verankern – Mithilfe von Visualisierungen kannst Du die neue Denkweise verstärken und im Unterbewusstsein verankern. Hierzu eignen sich einige Techniken aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP).
  6. Neue Gewohnheit etablieren – Nach der Verankerung im Hirn, muss das neue Mindset auch im Verhalten etabliert werden. Hierfür sind die nächsten 90 Tage entscheidend. Etabliere eine Routine, eine neue Gewohnheit, an welche Du Dich diszipliniert hältst.

Ändern des Mindsets begünstigen und beschleunigen

Wie alles im Leben, kann der Prozess das eigene Mindset zu ändern effizient oder ineffektiv durchgeführt werden. Folgend findest Du einige Tipps und Glaubenssätze, die Dich dabei unterstützen, Deine Geisteshaltung nachhaltig zu verändern.

Das richtige Umfeld wählen

Wenn Du an Deinem Denken etwas ändern willst, ist es essenziell, das richtige Umfeld zu haben. Es ist sehr viel schwieriger Änderungen an seinem Denken zu erarbeiten, wenn man von einem ganz anderen Mindset umgeben ist.

Je mehr man sich mit Leuten umgibt, welche schon das Mindset haben, welches man gerne hätte, je einfacher wird es dieses erfolgreich zu adaptieren. Vorteilhaft ist es auch, sich mit Menschen zu umgeben, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie Du, aber ihre alten Denkmuster bereits überwunden haben.

Beispiel

Nehmen wir als Beispiel einen Menschen mit einem Suchtproblem mit Alkohol. Möchte dieser Mensch weniger trinken, ist nicht hilfreich, sich mit Leuten zu umgeben, welche viel Alkohol konsumieren. Denn die alte Denkweise, Alkohol zu konsumieren, befindet sich in diesem Fall zu nahe an der Person und die Versuchung ist gross, doch einen zu trinken.

Konstantes Lernen

Um eine nachhaltige Veränderung und Verbesserung im Mindset zu erzielen, ist es extrem wichtig, sich konstant mit den Themen zu beschäftigen, zu welchen man gerne eine andere Denkweise annehmen möchte.

Die konstante Stimulation des Gehirnes macht es für das Gehirn viel schwieriger in die alte Denkweise zu verfallen. So kann die Änderung ganzheitlich im Glaubenssystem verankert werden.

Interessant zu wissen: 94 % der Beschäftigten weltweit geben an, dass sie länger bei einem Unternehmen bleiben würden, wenn dieses in ihre berufliche Entwicklung investieren würde.

Beispiel

Die Einführung von Computern am Arbeitsplatz hat zum Beispiel dazu geführt, dass die Menschen sich an Computern weiterbilden müssen, um Aufgaben effizienter zu erledigen. Stell Dir ein Unternehmen vor, welches sich dieser Innovation verweigert hat – in unserer heutigen, digitalisierten Welt, wird dieses von der Konkurrenz überholt worden sein.

Flexibilität erlernen

Menschen, welche in ihrem Leben viele Änderungen hinnehmen mussten oder diese bewusst herbeigeführt haben, sind in ihrem Mindset sehr viel flexibler und können sich so anderen Denk- und Betrachtungsweisen anpassen. So können sie sich besser und schneller auf neue Situationen und Umstände einstellen.

Beispiel

Flexibilität kann erlernt werden, beispielsweise dadurch, dass man bewusst in ein Restaurant geht, bei welchem man weiss, dass es eher schwieriger wird etwas auf der Karte zu finden, was einem schmeckt.

Oder dadurch keinen Reiseplan zu erstellen. Man definiert das Reiseziel und den Zeitraum, steigt in den Flieger und passt sich vor Ort an die Gegebenheiten an.

Eine gute Übung ist auch das Improvisieren bei einem 2 Tage Survival Trip in der Wildnis. Hier muss man schauen, wie man mit dem, was man hat, auskommt und wie man mehr aus dem wenigen, dass man hat, machen kann.

Seiner Vision folgen

Eine Vision ist ein sehr machtvolles Instrument für den Visionär. Eine Vision ist eine treibende Kraft, welche Menschen und Unternehmen jeden Tag antreibt. Eine Vision ist wie eine Art Fixstern am Himmel, an welchem man sich orientieren kann.

In Momenten in welchen man sich verloren fühlt, kann man zu diesem aufblicken und sich fragen, bin ich noch auf dem richtigen Weg? Unsere Denkweise passt sich darauf hin an die Vision und deren Erfüllungsbemühungen an.

Beispiel

Die Studie «Corporate Culture and Performance» von Professoren John P. Kotter und James L. Heskett ergab, dass Unternehmen mit einer klaren Unternehmensvision gegenüber Unternehmen mit einer schwachen Vision sehr viel besser abschneiden. Unternehmen mit einer Vision erzielen ein 4-mal höheres Umsatzwachstum als Unternehmen ohne.

Ziele setzen

Ziele sind wie ein Kompass, welcher uns die richtige Richtung weist. Ohne Ziele ist ein Bewusstsein verloren, denn es weiss nicht, welche Aufgaben Priorität haben, es verirrt sich im Dschungel der Zweifel, der Langweile und der kurzfristigen Ablenkungen. Ein zielorientiertes Mindset findet Lösungen für Probleme und nicht die Probleme selbst. Mehr zum Ziele setzen

Beispiel

Eine US-amerikanische Feldforschungsstudie zeigt den Produktivitätsunterschied zwischen Zielsetzern und Wunschträumern. Dabei wurden die Absolventen eines Jahrgangs einer grossen Universität über ihre beruflichen Pläne befragt. 3 % von ihnen hatten Ziele. 97 % Wünsche.

25 Jahre lang wurden beide Gruppen in ihrem beruflichen Werdegang betrachtet. Die 3 % der Zielsetzer hatten nach dieser Zeit gemeinsam ein grösseres Vermögen erwirtschaftet, als die 97 % der Wunschträumer. Hinzu kommt, dass kaum einer der Zielsetzer nach 25 Personen exakt die Karriere verwirklicht hatte, die er ins Auge gefasst hatte.

Zielführend war kein fixer Plan, der blind umgesetzt wurde, sondern die Planungs- und Denkgewohnheit sich konkrete Ziele zu setzen und flexibel an deren Realisierung zu arbeiten.

Wenn man nicht weiss, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig.

Lucius Annaeus Seneca, Buch Epistulae Morales

Zeit nehmen

Sein Mindset und seine Einstellung zu ändern ist ein langer und steiniger Prozess, für welchen Bereitschaft und auch das Durchhaltevermögen essenziell ist. Wie sollte man eine Denkweise welche über Jahrzehnte entstanden ist innerhalb von wenigen Wochen ändern können?

Beispiel

Man kann ein altes Haus innerhalb von wenigen Tagen abreissen, aber es dauert ein Jahr, um ein neues Haus zu bauen. Oder ein Marathonläufer trainiert viele Jahre, um einen Lauf in einer guten Zeit zu laufen.

Verantwortung übernehmen

Der beste Weg, eine positive Einstellung zu bewahren, ist zu wissen, dass Du die Macht hast, erfolgreich zu sein. Egal, was Du gerade durchmachst, es gibt immer Gelegenheiten für Wachstum und Lernen.

Auch wenn äussere Umstände nicht zu kontrollieren sind, kannst Du wählen, wie Du auf diese reagierst. Äussere Einflussfaktoren hin oder her – Du allein trägst die Verantwortung für Dein Denken und Handeln.

Beispiel

Jeder Mensch ist für sich und seine Handlungen verantwortlich. Ausreden sind das Gegenteil von Verantwortung, wer für Dinge stetig Ausreden sucht, kann keine Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Mit der Ausrede schiebt man die Verantwortung von sich.

Erscheint man zu spät zu einem Meeting, weil man im Stau stand, lag es am Stau – nicht daran, dass die eigene Zeitplanung schlecht war und man zu spät losgefahren ist.

Fokus kultivieren

Es gibt einen Merksatz: «Where Focus goes Energy flows». Konzentriere Dich auf die Dinge, die Du zu tun willst. Setze den Fokus auf die Dinge, welche Dein Mindset im Jetzt am meisten verändern würden.

Unser RASretikuläres Aktivierungssystem – funktioniert wie ein Filter und gibt den Dingen Aufmerksamkeit, welche uns wichtig sind bzw. welchen wir mit unserem Denken die primäre Aufmerksamkeit geben.

Beispiel

Worüber denkst Du nach, wenn Du nichts zu tun hast? Zu welchem Thema schweifen Deine Gedanken immer wider ab? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass hier Dein Hauptfokus liegt.

Beschäftigst Du Dich vor allem damit, dass Du keine Zeit hast, wirst Du keine Zeit haben. Richtest Du Deinen Fokus hingegen auf Möglichkeiten, wirst Du Möglichkeiten finden.

Selbstreflexion

Hinterfrage Dein Denken und Handeln stetig. Suche nach Denkmustern, welche nicht förderlich für die Dinge sind, welche Du gerne erreichen möchtest. Suche nach limitierenden Annahmen in Deinem Glaubenssystem, welche Dich davon abhalten Dinge zu ändern und Dein Mindset stetig zu verbessern. Reflektiere auch Deine Ziele, allenfalls passen diese nicht mehr zu Dir.

Beispiel

Spiele Deine letzte gedankliche Konversation mit Dir selbst nochmals durch. Welche Aussagen hast Du getroffen? Hast Du Dich wegen eines Fehlers beschuldigt? Sätze wie: «Ich bin blöd.», «Warum mache ich immer alles falsch.» und dergleichen lassen auf hinderliche Glaubenssätze schliessen.

Aufgrund dieser Selbsterkenntnis – welche Du aufgrund der Reflexion erlangt hast – kannst Du, wenn Du möchtest, Dein Verhalten zu ändern.

Ziele visualisieren

Einfach gesagt, ist die Visualisierung von Zielen die Vorstellung davon, Dein Ziel erreicht zu haben. Du versuchst es Dir möglichst realistisch vorzustellen. Auf diese Weise gibst Du Deinem Unterbewusstsein ein Signal, dass es sich um einen besonders erstrebenswerten Zustand handelt. Mit der Zeit programmierst Du Dein Unterbewusstsein darauf, was Du möchtest. Bei richtiger Anwendung manifestiert sich dies früher oder später.

Unser Hirn kann Wirklichkeit und Vorstellung nicht unterscheiden

Fiktional und real machen für die Emotionszentren im Gehirn kaum einen Unterschied. Dazu gibt es verschiedene Studien. Beispielsweise kam die Studie von Christian Keysers vom Neuroimaging Center der niederländischen Universität Groningen zu folgendem Ergebnis:

Ob Video oder Text: In allen Fällen werden die gleichen Hirnregionen aktiv. Wenn wir ein Buch lesen – selbst wenn es Fiktion ist – sind dieselben neuronalen Schaltkreise aktiv, die in realen Erfahrungen sind. So erleben wir Bücher, als ob sie real wären.

Unser Hirn kann demnach Vorstellung von Realität gewissermassen nicht unterscheiden. Dies legt die Vermutung nahe, dass das Mindset und Visualisationstechniken einen weitaus grösseren Effekt auf das eigene Denken und Handeln haben, wie allgemein angenommen.

Maximale Leistung erzielen

Das Gesetz besagt, dass es eine umgekehrte U-förmige Beziehung zwischen Erregung und Leistung gibt.

Nach dem Yerkes-Dodson-Gesetz gibt es zwei Zustände, die hinderlich sind. Entweder sind wir zu gelangweilt und inaktiv oder wir sind überaktiv und können uns aus Angst oder Überforderung nicht auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Das bedeutet, dass wir am Produktivsten sind, wenn wir uns in der Mitte der Kurve befinden. Fühlen wir uns zu «aufgeputscht» oder «schlapp» erbringen wir schlechtere Leistungen.

Zwischen Aktivationsniveau und Leistungsfähigkeit besteht eine umgekehrte U-förmige Beziehung. Demzufolge erreicht die Leistungsfähigkeit bei mittlerem Aktivationsgrad ihr Maximum, während sie bei hohen und niedrigen Aktivationsgraden gering ist.

Je mehr wir uns zu den Extremen bewegen, desto weniger Leistung erbringen wir. Daraus resultiert, dass man selbst sich weder unterfordern noch überfordern sollte. Stellt man zu hohe Erwartungen an sich selbst auf einen zu kurzen Zeitraum, ist man demotiviert und gibt das ursprüngliche Vorhaben auf.

Die richtige Geisteshaltung für jede Aufgabe, jedes Ziel und jede Person

Wer ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, braucht ein bestimmtes Mindset. So herrschen in bestimmten Themen und unter bestimmten Berufsgruppen gewisse Narrative und Glaubenssätze, die die erfolgreichen Individuen teilen. Diese sind meist notwendig, um die jeweilige Funktion auszuführen oder kommen daher, dass diese Personen mit denselben Themen beschäftigen.

  • Das Mindset des Unternehmers

    Die Denkweise eines Unternehmers ist anders als die anderer Menschen und Unternehmer sind sich der Bedeutung ihres Mindsets besonders bewusst. Unternehmer werden von Leidenschaft, Visionen und dem Wunsch angetrieben, etwas Neues zu schaffen. Sie sind auch bereit, Risiken einzugehen, um erfolgreich zu sein. Die Denkweise von Unternehmern lässt sich in drei Worten zusammenfassen: motiviert, diszipliniert und wettbewerbsfähig.

    Eigenschaften des Unternehmer-Mindsets

    • Denkweise ist sehr adaptiv
    • Passt sich auf ändernde Umstände an
    • Starke Arbeitsmoral
    • Bringen Opfer für ihr Unternehmen
    • Gutes Zeit- und Prioritätenmanagement
    • Selbst motiviert
    • Fokussiert
    • Mündig, entscheidungsfreudig
    • Zielorientiert
    • Hoher Zeithorizont
    • Hat keine Zeit für eine Pause
    • Weltoffen
    • Betrachtet alles als Möglichkeit
    • Strebt danach sich zu verbessern
    • Hat visionäre Gedanken, ist seiner Zeit voraus
    • Disruptive Denkweise
  • Das Mindset des Gründers

    Gründer haben oft eine einzigartige Mentalität, die sie von anderen Menschen unterscheidet. Sie sind Risikofreudige und Innovatoren, die Möglichkeiten erkennen, wo andere sie nicht sehen, und ihre Ideen umsetzen, ohne Angst vor Misserfolg oder Ablehnung zu haben.

    Um erfolgreich zu sein, brauchen Gründer einen starken Glauben an die Vision des Unternehmens, die Fähigkeit, Risiken einzugehen, und die Bereitschaft, Verantwortung für diese Risiken zu übernehmen.

    Eigenschaften des Gründer-Mindsets

    • Multitaskingfähig
    • Generalist
    • Mutig
    • Risikobereit
    • Glauben, etwas zu bewegen
    • Weltverbesserer
    • Suchen oder sehen Probleme in der Welt und versuchen diese zu lösen
  • Das Mindset des Investors

    Investoren bewerten Chancen und Risiken anders als Menschen mit anderem Mindset. Sie sind bereit, kalkulierte Risiken einzugehen. Jemand mit Investor Mindset weiss, dass alles eine upside sowie downside hat – auch wenn es sich um das aktuell vorherrschende Narrativ handelt. Die Denkweise von Investoren ist davon geprägt, wie viel Wert etwas hat und welcher Preis dafür gezahlt wird. Auch Investoren sind sich der Bedeutung ihres Mindsets oft bewusst, da Emotionen zu schlechten Investitionsentscheidungen führen.

    Eigenschaften des Investor-Mindsets

    • Hoher Zeithorizont
    • Fundierte Finanzkenntnisse
    • Stetig auf der Suche nach Wachstumspotenzial
    • Wetten gerne auf die Zukunft
    • Gute analytische Fähigkeiten
    • Das grosse Ding vor anderen erkennen: «Ich war dabei, bevor es populär wurde.»
  • Das Mindset von Marketing-Verantwortlichen

    Marketing-Verantwortlichen obliegt das gesamte Marketing einer Organisation. Sie kümmern sich um Vertrieb, Preis- und Produktpolitik sowie die Kommunikation. Jemand mit dem Mindset eines Marketing-Verantwortlichen weiss, dass ein Teil des Unternehmenserfolgs auf den eigenen Schultern liegt.

    Eigenschaften des Investor-Mindsets

    • neugierig
    • hat technische und gesellschaftliche Entwicklungen im Blick
    • denkt vernetzt
    • hört und versteht das nicht immer Offensichtliche
    • kann sehr genau zuhören und analysieren
    • ist fähig schnell und auch kreativ reagieren
    • gute Leistungsfähigkeit unter Zeitdruck
    • löscht überall Feuerchen
    • ruht sich nicht auf gelerntem aus
    • Kreativitäts- und Innovationstreiber
    • lotet ständig digitale Möglichkeiten aus
    • kann andere begeistern

    Fazit

    Das Mindset ist die innere Einstellung, die unsere Entscheidungen lenkt. Unser Mindset bestimmt, wie wir mit Gegebenheiten umgehen und wie wir emotional reagieren. Es ist ebenso ausschlaggebend, ob wir zielführend auf ein Ziel hinarbeiten oder uns diesbezüglich selbst im Weg stehen. Damit kommt dem Mindset eine grosse Bedeutung zu. Sicher ist eines: Stillstand bedeutet Rückschritt.

    • Was ist Mindset?

      Die Denkweise bezieht sich auf psychologische Persönlichkeitsmerkmale, die in einer Person oder Gesellschaft am weitesten verbreitet sind. Der Begriff wird oft auf ganze Nationen angewendet, deren Bevölkerung die gleiche Denkweise teilt.

      Das Wort Mentalität bedeutet oft gleichbedeutend mit Haltung, was auf die Lebensphilosophie oder den Denkprozess einer Person hinweist. Dies kann entscheidend für die Entscheidungsfindung sein und ist ein Thema, das es wert ist, untersucht zu werden.

    • Was gehört alles zu Mindset?

      Ein Mindset ist das Verhalten, die Gedanken und die Einstellungen einer Person. Mindsets können Einstellungen und Emotionen beinhalten, die beeinflussen, wie Menschen die Welt um sich herum wahrnehmen.

      Es wird angenommen, dass unsere inneren Überzeugungen unser Verhalten und unsere Entscheidungen in bestimmten Situationen beeinflussen.

    • Warum ist Mindset wichtig?

      Die Denkweise bestimmt, wie Menschen mit ihren Herausforderungen und Probleme umgehen. Es hat einen erheblichen Einfluss auf Ihren Gesamterfolg im Privat- und Berufsleben.