Branding ·

Was ist Branding?

Branding ist der Prozess, ein erkennbares Image für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Unternehmen zu schaffen, das es von der Konkurrenz unterscheidet. Es geht darum, eine starke Beziehung zu den Kunden aufzubauen, indem ein Gefühl der Einzigartigkeit und Zugehörigkeit geschaffen wird.

Das Branding ist Schaffung und Pflege von Marken

Was ist eine Marke und warum ist das Branding so wichtig? Wie können Sie eine eigene Marke aufbauen? Oder wie können Sie den Wert einer bestehenden Marke steiger?

Eine Marke ist ein immaterieller Vermögenswert, es ist ein Wert, den man nicht anfassen kann – aber man nimmt ihn wahr, genau wie pure Emotion. Ein gut geplanter und ausgeführter Brand besteht aus wohl gewählten Werten, Emotionen und Assoziationen, welche bei der Zielgruppe die richtige Identifikation mit der Marke schafft.

Marken werden nicht durch Fakten geschaffen. Sie entstehen durch Emotionen, die in den Bildern, Werten und Ideen zum Ausdruck kommen. Eine starke Marke nutzt diese Mechanismen zu ihrem Vorteil; Betonen Sie zum Beispiel, wie es Ihr Leben erfüllender machen kann.

Unter Branding versteht man den Prozess der Schaffung einer starken, positiven Wahrnehmung eines Unternehmens, seiner Produkte oder Dienstleistungen in den Köpfen der Kunden durch die Kombination von Elementen wie Logo, Design, Leitbild und einem einheitlichen Thema in der gesamten Marketingkommunikation. Effektives Branding hilft Unternehmen, sich von ihren Mitbewerbern zu unterscheiden und einen loyalen Kundenstamm aufzubauen.

Marken umgeben uns jeden Tag – wir sehen, benutzen, tragen und essen Marken täglich. Manche Menschen gehen mit Marken sogar sehr tiefe Beziehungen ein.

Die Definition von Branding

Die Definition von Branding ist nicht ganz einfach, auch wenn diese eigentlich klar ist.

Definition

Das Branding ist Schaffung und Pflege von Marken. Branding oder zu Deutsch Markenbildung ist die stetige Verankerung von bewusst gewählten Assoziationen gegenüber einer immateriellen Idee wie der Marke in den Köpfen der Menschen.

Branding beschreibt das aktive Formen einer Marke – der konstante Akt der Markenbildung. Die Strategie hinter Branding ist es, eine dauerhafte Verbindung mit dem Verbraucher aufzubauen. Mit Branding lässt sich gezielt steuern, welche Assoziationen die Zielgruppe mit einem Unternehmen, Produkt oder einer Person verbindet.

Das bedeutet, dass jedes Unternehmen oder Produkt einen klar positionierten Brand braucht, um eine eigenständige Identität zu verkörpern, mit der sich der Mensch identifizieren und assoziieren kann. Branding macht die Werte, die Philosophie hinter Produkten oder Services greifbar, eigenständig und wiedererkennbar.

Branding beschreibt jedoch nicht die Definition oder Entwicklung der Marke selbst, sondern die Massnahmen zur Formung und Stärkung des Brandimages in den Köpfen der Zielgruppe.

Kurz gesagt: Eine Marke (Brand) ist die Identität und Branding sind die Handlungen, um eine Marke zu formen beziehungsweise zu vermarkten. Folglich braucht man, um Branding betreiben zu können, erst eine Marke.

Die Marke wiederum hat alleine ohne konstantes Branding keinen inneren Wert. Dieser entsteht erst durch die aufgebaute Reputation, die Aussenwahrnehmung und die Werthaltigkeit in den Augen des Kunden.

  • Brandung und Marketing, was der Unterschied?

    Branding und Marketing sind ziemlich ähnlich, dienen aber unterschiedlichen Zwecken.

    Im Branding werden Produkte so positioniert, dass sie den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und diese erfüllen. Wichtige Aspekte im Branding sind Vision, Mission und Werte.

    Marketing dient dazu, auf die Produkte oder Services eines Unternehmens aufmerksam zu machen. Als Marketing bezeichnet man im Wesentlichen die Massnahmen, die dazu dienen, eine Marke sichtbar zu machen. Währendem der Brand den erlebbaren und assoziativen Teil darstellt.

    Das Marketing generiert die Aufmerksamkeit sowie den Absatz am Markt. Branding wird hingegen gezielt eingesetzt, um nachhaltige und loyale Kunden zu schaffen, welche sich und ihre Einstellung den Werten und Produkten des Unternehmens wiederfinden.

    Branding ist also die Grundlage guten Marketings und spielt bei jeder Marketingmassnahme eine wichtige Rolle.

    Mehr zum Marketing können Sie in unserem Artikel zu Marketing lesen.

  • Was Branding nicht ist

    Branding wird meist eher auf die visuelle Identität und deren Entwicklungen bezogen – dies ist jedoch nicht zielführend. Ein Logo sowie ein paar Farb- und Schriftdefinitionen machen noch kein gutes Branding aus.

    Das Logo sowie die Farb- und Schriftdefinition sind Teil vom Brand Design, welches wiederum ein kleiner Teil der Brand Identity ist.

    Bei gutem Branding geht es in Kern nicht um das Logo oder das Farbschema eines Unternehmens. Es geht um die Werte, die Zielgruppe, die Positionierung, die Assoziationen und Emotionen, welche in Beziehung mit dem Unternehmen stehen sollten. Ziel ist, eine tiefe Bindung zur Zielgruppe aufzubauen.

Ursprung und Geschichte des modernen Brandings

Der Urgedanke des heutigen Brandings existiert seit dem 16. Jahrhundert. Das Wort «Branding» stammt vom Wort «Brandr» ab, was «brennen» bedeutet.

Dies kommt daher, dass im Mittelalter Viehzüchter ihren Rindern Zeichen auf die Haut brannten, um die Tiere als eindeutiger Besitz zu markieren. Wie Bauern damals ihr Vieh markierten, heben Unternehmen heute ihre Produkte von denen der Konkurrenz mithilfe von Branding ab.

Im 19 und 20. Jahrhundert entstanden einige der heute bekanntesten Unternehmen, die zu marktführenden Marken wurden. Coca-Cola, Ford 1903 und LEGO. Diese Marken haben es geschafft, ihrer Zeit weit voraus zu sein.

Zum Beispiel verkaufte Henry Ford 1914 die ersten in den USA hergestellten gasbetriebenen Fahrzeuge und 1913 hatte Coco Chanel diese Idee und führte Hosenanzüge für Frauen zu einer Zeit ein, als sie nur für Männer waren.

In den 70er Jahren entwickelte sich Branding zu dem Konzept, wie es heute angewandt wird. Erfahre in unserem Beitrag «Die Geschichte des Brandings», mehr darüber, wie sich das Branding im Laufe der Jahe entwickelt hat.

Der Nutzen von Branding als Grundlage der Unternehmensstrategie

Wenn Du Deine Marke durch Geschichten, Beziehungen, Marketingbotschaften und visuelle Mittel sorgfältig aufbauen, hast Du die Möglichkeit, die Erwartungen Deiner Kunden zu beeinflussen und eine einzigartige Bindung zu schaffen, die über die Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer hinausgeht.

Produkte sowie Dienstleistungen nicht dafür gemacht, Jahrhunderte zu überdauern. Sie weisen klare Lebenszyklen auf: Die Form ändert sich mit dem Zeitgeist oder es wird in lukrativere Produkte investiert.

Eine Marke hingegen bewahrt Vertrauen und Werte über viele Jahre, nicht selten sogar über Jahrhunderte. Beispiele dafür sind Coca-Cola oder LEGO, welche seit ihrer Gründung immer wieder neue Innovationen hervorgebracht haben, aber im Gewand der Marke die Zeit überdauert haben.

Marketing-Methoden ändern sich und entwickeln sich mit der Zeit weiter. Eine eindeutig positionierte Marke kann jedoch helfen, die richtige Richtung für kommende Marketing-Aktionen einzuschlagen.

Letztendlich führt Marketing zu Interessenten und Verkäufen. Branding ist die Grundlage für den Ruf Ihres Unternehmens – dies führt zur Entwicklung von treuen Kunden.

Was sind die Aspekte erfolgreiches Brandings?

Wofür steht unsere Marke, unser Produkt oder unsere Dienstleistung? Welche positiven Eigenschaften sollen mit Ihrer Marke assoziiert werden? Bevor der Branding-Prozess beginnt, muss eine grundlegende Brand Development umgesetzt werden – die Markenmerkmale müssen klar und eindeutig definiert werden.

In der Brand Strategy kann die Strategie beispielsweise auf einen oder mehrere der folgenden Aspekte fokussieren werden:

  • Fairness – Unternehmen, die ihre Marken durch fairen Handel definieren und sich abheben. Bekannte Beispiele sind Fairtrade oder Water Aid.

  • Innovation – Innovative und neuartige Produkte oder Dienstleistungen, die einer Marke zugeordnet werden. Die Marke bringt beispielsweise nur neuartige Produkte auf den Markt, was z. B. die Branding-Strategie von Dyson ist

  • Qualität – Gehobene oder sehr hohe Anforderungen und Erwartungen an Produkte und Dienstleistungen. Das typischste Beispiel hierfür sind Qualitätsmarken wie Bosch oder Miele.

  • Einzigartigkeit – Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die es nur bei diesem Unternehmen gibt. Unternehmen, welche einen echten USP haben. Beispiele hierfür sind SAP, Dyson oder Lockheed Martin.

  • Ökonomie – Marken, die auf nachhaltige, umweltbewusste Lösungen setzen. Gute Beispiele dafür sind Patagonien oder Ørsted.

  • Preis – Die Verknüpfung der Marke mit einem bestimmten Preis bzw. einem bestimmten Preissegment. Mehr dazu im Marketing-Mix. Beispiele hierfüt sind Creed, Coco Chanel, Gucci oder eben Aldi oder Walmart

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein positives Markenimage nicht alleinig von den Eigenschaften (Fairness, Innovation, Qualität etc.) des Produkts oder der Dienstleistung herrührt. Zwar haben Produkte von Marken bestimmte Eigenschaften, allerdings sind diese nur faktisch. Diese Produkteigenschaften spielen zwar eine wichtige Rolle in der Markenentwicklung und haben eine Wechselwirkung auf das Markenimage, nur die Produkteigenschaften allein bilden allerdings noch keine Marke.

Die meisten Marken haben kein bestimmtes Produkt, für das sie bekannt sind. Diese Marken werden stattdessen durch das Ethos und die Werte des Unternehmens geschaffen. So basiert das Branding von Nike beispielsweise nicht auf Sneakers und Bekleidung, sondern auf den Werten «Just do it» und »Dream big».

Was ist eine Marke? Und wie sieht die Beziehung zur Markenbildung aus?

Ein Brand bzw. eine Marke ist ein immaterielles Gut, das schwer zu messen ist – aber man kann es sehen, genauso wie pure Emotion. Eine gut geplante und umgesetzte Marke besteht aus ausgewählten Werten, Emotionen und Assoziationen, die bei der Zielgruppe die richtige Identifikation mit der Marke schaffen.

Marken werden nicht durch Fakten geschaffen. Sie entstehen aus Emotionen, die in Bildern, Werten und Ideen zum Ausdruck kommen. Eine starke Marke nutzt diese Mechanismen zu ihrem Vorteil; Betonen Sie zum Beispiel, wie es Ihr Leben erfüllender machen kann.

Was ist der Nutzen einer Marke durch stetiges Branding?

Ziel der Branding ist es, eine hohe Brand Awareness sowie eine hohe Brand Recognition zu erzielen. Um eine Marke erfolgreich aufzubauen, müssen jedoch einige Komponenten berücksichtigt werden. Welche das sind und wie Branding erfolgreich sein kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ziel jeder Marke bzw. jedes Unternehmens sollte es sein, dass möglichst viele Menschen spezifisches Markenwissen über ihre Marke haben. Dies führt zur Aktivierung positiver Gefühle.

Markenalleinstellung erarbeiten

Branding grenzt ein Unternehmen deutlich von seinen Mitbewerbern ab. Markenentwicklung ist unabhängig von der Branche, in der ein Unternehmen tätig ist, sowie von der jeweiligen Zielgruppe. Je mehr sich Ihre Marke von der Konkurrenz abhebt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr Markenwert sich positiv entwickelt.

Markenloyalität schaffen

Schaffen Sie Markenloyalität und bauen Sie eine gute Beziehung zur Zielgruppe auf. Unternehmen, die eine emotionale Verbindung zu denjenigen pflegen, die sie zu erreichen versuchen, verlieren sehr viel unwahrscheinlicher das Interesse ihrer Zielgruppe und werden die Früchte für die kommenden Jahre ernten. Anstatt nur potenzielle Kunden anzusprechen, konzentriert sich die Marke auf den Aufbau von treuen Stammkunden. Dies geschient über eine gegenseitige Identifikation zwischen dem Unternehmen und dem kaufenden Menschen.

Markenwahrnehmung etablieren

Mit Branding kann gesteuert werden, wie Marken von Kunden wahrgenommen werdenBrand Recognitions. Während der Mensch täglich Tausenden von Reizen ausgesetzt ist, erinnern wir uns nur an besonders Schönes, Gutes oder Schlechtes. So wie Sie Ihr Erscheinungsbild und Ihren Ruf aktiv pflegen, um auf andere einen guten Eindruck zu machen, sollte Ihr Unternehmen dasselbe tun, um bestmöglich wahrgenommen zu werden.

Markenpersönlichkeit & -Charakter

Die DNA einer Marke stammt aus ihren Grundwerten und wird dann durch ihr Design, ihre Kommunikation und ihre Handlungen in die Welt hinausgetragen. Es geht darum, eine Marke mit Emotionen und Assoziationen anzureichern, damit die Marke eine lebendige Identität annimmt, mit der andere Menschen gerne Zeit verbringen.

Was gutes Design ausmacht, kannst Du in diesem Artikel lesen

Branding ist die Grundlage jeder Marketingstrategie. Wenn ein Unternehmen eine starke, wiedererkennbare Marke hat, hat es die Freiheit, mit seinem Marketing alles zu tun, was es will.

Vorteile von Branding in Zahlen

Laut McKinsey-Aufzeichnungen haben die vierzig stärksten Marken der Welt ihren Anlegern zwischen 1999 und 2019 Renditen geboten, die fast doppelt so hoch waren wie die im World Index Certificate von Morgan Stanley Capital International (MSCI) enthaltenen. Im letzten Erhebungsjahr waren es erstaunliche 96 Prozent.

Laut einer Studie von Esch Brand Consultants erzielen starke Marken 18 % mehr Umsatz als ihre vergleichbaren Wettbewerber und erhalten einen Preisvorteil von 17 %.

Die verschiedene Arten des Brandings

Branding ist eine sehr vielfältige Disziplin. Aus allen möglichen Dingen können Marken geschaffen werden.

  • Product Branding – hier wird aus einem einzelnen Produkt oder einer Produktpalette eine Marke geschaffen. Ein Beispiel ist San Pellegrino welche zum Mutterhaus Nestlé gehört

  • Service Branding oder Dienstleistungsmarken – Marken, welche um Dienstleistungen geschaffen werden. Beispiele: SAP oder BCG

  • Corporate Branding – hierbei wird eine Marke für ein gesamtes Unternehmen geschaffen. Beispiel BMW.

  • Retail Branding – der Händler bzw. die Plattform stellt eine stärkere Marke dar als die eigentlichen Produkte. Amazon, Tchibo, Zalando sind Beispiele dafür.

  • Co-Branding – zwei oder mehr unterschiedliche Marken bringen gemeinsam ein neues Produkt auf den Markt. Die Kooperation von Star Wars und Lego wären hierfür ein gutes Beispiel.

  • Personal Branding – Personen machen sich selbst zu einer Marke und werden öffentliche Personen oder Vordenker. Beispiele dafür sind Elon Musk oder Steve Jobs.

  • Employer Branding – Ziel ist, dass sich Mitarbeitende und Aktionäre mit der Marke des Unternehmens identifizieren.

  • Family Branding – vermarktet ein Unternehmen mehrere Produkte unter einer Marke, spricht man von einer Familienmarke bzw. von Family Branding. Produktgruppe oder Produktlinie lassen sich so eindeutig einer eindeutigen Marke zuordnen, was ohne Family Branding nicht der Fall wäre.

Sonderformen des Brandings

  • Geografisches oder Local Branding – hier werden Städte oder Sehenswürdigkeiten zur Marke. Paris, London und New York sind hier zu nennen.

Was ist Branding wert?

Eine Marke ist ein immaterieller Vermögenswert für die Eigentümer oder Urheber. Sie hat grossen Einfluss auf viele Bereiche des Unternehmens. Der Wert einer Marke wird auch als Brand Equity benannt. Das Branding – also das aktive Schaffen der Marke – findet seinen Wert im Brand Image.

  • Wenn Menschen einer Marke vertrauen, kaufen sie eher die Produkte, jener Marke. Ebenfalls empfehlen sie diese Produkte gerne weiter – nicht zuletzt wegen des Brandings.

  • Eine gut platzierte Marke mit einem grossen Kundenstamm ist bei der Einführung neuer Produkte von Vorteil, da das Produkt ein Teil des Rufes der Marke übernimmt. Dieser Effekt kann sogar mit einer Empfehlung eines Freundes gleichgestellt werden.

  • Die Reichweite, die eine Marke aufgebaut hat, lässt sich proaktiv für diverse Massnahmen des Unternehmens nutzen.

  • Je stärker die Marke, desto weniger Marketing-Ausgaben sind für gewöhnlich erforderlich. Das sorgt für niedrige Kosten und reduziert ein mögliches Risiko.

Was macht gutes Branding aus?

Ein Unternehmen, eine Marke braucht einen guten Zugang zu den Emotionen und Bedürfnissen ihrer Zielgruppe. Die Marke ist die Brücke zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe.

Gute Marken sind für Herz und Verstand gemacht und bauen eine Verbindung auf, um tiefe Freundschaften mit der Zielgruppe zu schmieden. Wenn sich die Zielgruppe mit der Marke identifiziert und von den Markenwerten beeindruckt ist, entsteht eine starke Bindung.

Wem würden Sie lieber eine wichtige Aufgabe anvertrauen? Guten Freunden oder Fremden?

Dieses Gedankenspiel gibt eine gute Vorstellung davon, wie Produkte oder Services mit starken Marken – das Äquivalent eines guten Freundes – gegenüber schwachen Marken bevorzugt werden.

Marken müssen die tiefsten Sehnsüchte ihrer Zielgruppen erfüllen und sie werden die Marke nicht nur lieben, sondern mit Stolz in die Welt tragen.

Alexander Löwe

Bei der Entwicklung von Marken sollten Sie folgendes beachten

  • Für welche Werte soll die Marke stehen?

  • Welcher Nutzen haben die Zielgruppen, welcher Mehrwert wird geboten?

  • Ein positiver erster Eindruck ist heutzutage der Schlüssel zum Erfolg in jedem Unternehmen. Bauen Sie gezielt eine markenkonforme, authentische und selbstbewusste Präsenz auf. Nutzen Sie dazu alle Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen.

  • Denken Sie darüber nach, was die Marke von den Mitbewerbern unterscheidet. An der Qualität allein darf es nicht liegen – Qualität ist keine Alleinstellung.

  • Was zeichnet das Unternehmen, die Belegschaft und die Produkte aus?

  • Welches Image soll das Unternehmen haben? Wie soll das Unternehmen wirken?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein gutes Branding für jedes Unternehmen essenziell ist.

Was sind die Kernkomponenten für ein nachhaltiges Branding?

Dies ist eine Liste der entscheidenden Aspekte, die für Marken definiert werden müssen, damit Kunden das Unternehmen entsprechend wahrnehmen. Jedoch sind diese auch äusserst relevant für die interne Steuerung der Marke:

  • Die Markenwerte sind eine Reihe von Werten, die als Leitlinien für alle Aspekte des Umgangs des Unternehmens mit Mitarbeitern, Kollegen und Kunden dienen. Sie sind ein Vorbild dafür, wie sich Mitarbeiter im Umgang miteinander oder mit Kunden verhalten sollten.
  • Ein Vision-Statement ist ein kurzer Satz, der umreisst, wofür das Unternehmen steht. Dies gibt allen, die im Unternehmen arbeiten, ein einziges Ziel, das sie alle anstreben. Das Vision-Statement ist das Herz des Unternehmens, die nötige Inspiration und der rote Faden für die langfristigen Ziele des Unternehmens.

  • Das Mission-Statement erklärt, warum es das Unternehmen überhaupt gibt. Daraus leitet Ihre Zielgruppe ab, wie Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben. Daher richtet sich das Mission-Statement eher an den Endverbraucher bzw. Interessensgruppen.

  • Die sprachliche Identität definiert, wie ein Unternehmen mit seiner Zielgruppe sprachlich interagiert. Eine bestimmte Wortverwendung kann beispielsweise eine bestimmte emotionale Reaktion hervorrufen. Wer anders spricht, denkt auch anders. Daher kann durch den gezielten Einsatz bestimmter Wörter gesteuert werden, wer angesprochen wird. Die sprachliche Identität orientiert sich häufig an den Wünschen, Bedürfnissen und Zielen der Zielgruppe.

  • Kulturelle Identität ist das Ergebnis des Zusammenspiels vom Denken und der Kultur der Zielgruppe. Daher ist es oft notwendig, eine Marke an die vorherrschenden kulturellen Gegebenheiten anzupassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Coca-Cola. Dies liegt daran, dass sich Verbraucher mit etwas identifizieren können, das ihre Kultur widerspiegelt, dies führt zu einer tieferen Verbindung mit der Marke.

  • Marken setzen auf das visuelle Erscheinungsbild, um sich schnell von anderen Marken zu unterscheiden und einen eindeutigen Eindruck zu hinterlassen. Das Sehvermögen ist beim Menschen der am besten ausgeprägteste Sinn. Daher ist die optische Identität eine der wichtigsten Aspekte in der visuellen Kommunikation.

Das waren die Kernelemente, welche für jede Marke essenziell sind. Es gibt noch viele weitere Aspekte, welche bei der Markenentwicklung eine wichtige Rolle spielen, dies würde den Rahmen dieses Artikels jedoch sprengen.

Ist Branding gleich Brand Development?

Gibt es einen Unterschied zwischen Branding und Brand Development? Obwohl es einen kleinen Unterschied zwischen Branding und Brand Development gibt, arbeiten beide auf das gleiche Ziel hin – die Menschen wissen zu lassen, wer Sie sind.

  • Brand Development ist das Konzept sowie die Strategie, welche dem Branding zugrunde liegt. Bei der Markenentwicklung geht es darum, die einzigartigen Eigenschaften einer Marke kennenzulernen und zu fördern.
  • Markenbildung ist die Umsetzung des Konzeptes. Branding ist die konkrete Anwendung aller Kommunikationsmethoden, mit denen Sie Ihre Marke bewerben.

Welche anderen Begrifflichkeit hören Sie in diesem Zusammenhang? Ausdrücke wie:

  • Brand Identity bzw. Markenidentität – die Eigenheiten einer Marke, die ihren Charakter ausmachen. Das Ziel ist, eine eigenständige Identität mit hoher Wiedererkennung zu kreieren.
  • Brand Strategy bzw. Markenstrategie – der formale Plan, jener die langfristigen und spezifischen Ziele umfasst, welche mit der Entwicklung der Marke erreicht werden sollen. Die Intension dahinter ist, ein klares Bild von sich selbst in den Köpfen aktueller und potenzieller Kunden zu generieren.

  • Brand Management bzw. Markenmanagement – die Errichtung und Weiterentwicklung eine Marke auf die Jahre gesehen. Hauptziel ist, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Ist all dies das gleiche? Nein, doch sie alle leisten Ihren Beitrag zur Markenentwicklung und arbeiten auf ein wichtiges Ziel hin: Die Zielgruppen sollen wissen, wer die Marke ist.

Die Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen ist wie jede andere Beziehung – ständig muss sie weiterentwickelt werden, oder sie wird schal.

Unternehmen müssen zeigen, dass sie sich um die Entwicklung ihrer Marke kümmern. Kümmern Sie sich um Ihre Marke, werden dies auch Ihre Kunden tun. Erfahren Sie hier, was Sie für eine kontinuierliche Markenentwicklung tun können.

Markenrecht und Markenschutz im Branding

Der markenrechtliche Aspekt hat schon vielen Neugründern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Prüfen Sie daher vorab, ob Ihr Wunschmarkenname noch verfügbar ist und die Kriterien für den Markenschutz erfüllt.

Die Markenregistrierung ist ein Prozess, bei dem das ausschliessliche Recht zur Nutzung einer Marke erlangt wird. Die Markenregistrierung gibt dem Inhaber der Marke das ausschliessliche Recht, sie in Bezug auf Waren und Dienstleistungen zu verwenden, andere daran zu hindern, sie zu verwenden, und rechtliche Schritte gegen diejenigen einzuleiten, die dies tun.

Der Registrierungsprozess ist für diejenigen gedacht, die ihre Marke vor der Verwendung durch andere Personen oder Unternehmen schützen möchten. Es ist auch für diejenigen gedacht, die sicherstellen möchten, dass ihre Marke nicht von anderen in Bezug auf ähnliche oder eng verwandte Waren oder Dienstleistungen verwendet wird.

Dann lassen Sie Ihren neuen Firmennamen schützen und im Markenregister eintragen. So kommt Dir beim Branding niemand in den Weg.

Mehr zur Markenbezeichnung findest Du hier: Markenkennzeichnungen: ©, ®, ™, ℠

Kritik am Branding

Branding ist eines der mächtigsten Marketing-Instrumente, mit denen Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen beliebt machen.

Oft wird das Branding allerdings missverstanden. Es geht nicht nur um Logo, Farben oder Slogans. Es geht darum, wie diese Elemente zusammen verwendet werden, um eine einzigartige Identität für das Unternehmen zu schaffen.

Branding ist wahrscheinlich nur dann kontraproduktiv, wenn die Marke durch einen Skandal diskreditiert, als altmodisch, unmodern oder unzuverlässig angesehen wird. Dies wäre ein guter Zeitpunkt für ein Rebranding und eine Neuerfindung.

Fazit – Branding in wenigen Worten und Tari-Tara

Der Aufbau eines konsequenten Brandings ist eine multidisziplinäre strategische Aufgabe, in welcher jedes Element der Gesamtbotschaft und den Geschäftszielen dienen muss. Gezielte Marketingstrategien und die richtige Markenpositionierung sollen die Markenbekanntheit steigern und bestimmte Assoziationen im Gedächtnis der Kunden verankern.

Branding ist sehr viel mehr, als nur die Schaffung einer Marke. Es ist die Brücke zwischen der Marke – heisst den Produkten, dem Unternehmen, oder was auch immer in der Marke repräsentiert wird – und dem Konsumenten, der Zielgruppe.

Branding ist ein langfristiger Prozess, der viele Jahre bis Jahrzehnte dauern kann. Der Grund, warum Branding so lange dauert, liegt in der funktionalen Natur des menschlichen Denkens und der Psychologie.

  • Welche Arten von Branding gibt es?

  • Was ist der Unterschied zwischen Branding & Marketing?

    Branding und Marketing sind eng miteinander verbunden, erfüllen jedoch unterschiedliche Funktionen. Branding positioniert die Marke, um ein Bedürfnis zu erfüllen - wichtige Aspekte im Branding sind Vision, Mission und Werte.

    Marketing hingegen zielt darauf ab, einen Absatzmarkt für die Marke zu finden, der Umsätze generiert. Stichworte sind hier Businessplan, Werbung und Vertrieb. Marketing beschreibt also die konkreten Massnahmen, die durchgeführt werden müssen, um eine Marke bekannt zu machen.

  • Welche Ziele werden mit Branding verfolgt?

    Durch Branding bzw. gezielte Markenbildung können ein bestimmtes Lebensgefühl bei der Zielgruppe suggeriert werden, sowie Identifikation und Assoziation erzeugt werden. Der Verbraucher greift eher zu der Marke, deren Image am besten zu ihm bzw. seinen Wünschen passt oder mit der er in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat.

    Verbraucher wählen wahrscheinlich die Marke, die das ansprechendste Image, den ansprechendsten Stil und den besten Ruf hat oder mit der sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben.

    Die Marke Coca-Cola ist eine erkennbare, geschätzte Marke. Wenn das Unternehmen in eine Marketingkampagne investiert, ist es wahrscheinlicher, dass Verbraucher das Produkt kaufen, selbst wenn es dasselbe ist wie bei anderen Wettbewerbern auf dem Markt.

  • Was ist Branding?

    Die Branding bzw. eine Marke ist das, was Menschen an Sie und Ihr Produkt erinnern lässt. Das ist der Grund, warum Menschen bei Ihnen kaufen und nicht bei Ihren Konkurrenten. Das unterscheidet Sie von anderen Unternehmen der gleichen Branche. Branding kann durch Logos, Slogans, Verpackungen und mehr erfolgen.

    Branding ist der Prozess der Schaffung eines eindeutigen Namens und Images für ein Produkt oder Unternehmen. Marken bauen typischerweise auf einer Kombination aus emotionalen und rationalen Vorteilen auf.

    Gutes Branding ist strategisch, während Marketing taktisch ist. Wenn Sie die übergeordneten Ziele festlegen und Ihr Markenversprechen klar definieren, können Sie mit der Ausarbeitung eines Marketing-Plans beginnen, der auf die Erreichung dieser Ziele ausgerichtet ist.

    Unabhängig davon, ob Sie Zeit und Mühe in die Entwicklung einer überzeugenden Marke investieren oder ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenken, hat Ihr Unternehmen immer eine Marke. Sie kann jedoch völlig anders aussehen, als Sie es sich vorgestellt haben.